Özel Gazi Hastanesi · İzmir

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Schnarchen und Schlafapnoe – Behandlung in Izmir

Schnarchen gilt oft nur als lästiges Geräusch, kann aber bei manchen Menschen das erste Zeichen einer obstruktiven Schlafapnoe sein, bei der die Atmung im Schlaf immer wieder aussetzt. Als HNO-Fachärztin untersucht Op. Dr. Özlem Yüksel Coşar die gesamten oberen Atemwege von der Nase bis zum Zungengrund, und wir planen die Behandlung stufenweise und individuell.

Untersuchung der oberen Atemwege bei einem Patienten mit Schnarchen
Diagnostik
Untersuchung + Schlaftest
Vorgehen
Stufenweise, individuell
OP-Dauer
30 Min. – 2 Stunden
Arbeitsfähig (nach OP)
nach 1–2 Wochen

Was ist Schnarchen und was ist eine Schlafapnoe?

Schnarchen entsteht, wenn erschlaffte Strukturen in verengten Atemwegen – Gaumensegel, Zäpfchen, Mandeln und Zungengrund – im Schlaf in Schwingung geraten. Eine behinderte Nasenatmung, vergrößerte Mandeln, ein langes oder schlaffes Gaumensegel, Übergewicht, Rückenlage und Alkohol sind die wichtigsten Faktoren, die Schnarchen verstärken.

Bei der obstruktiven Schlafapnoe (OSA) verengen sich die oberen Atemwege im Schlaf wiederholt oder verschließen sich vollständig. Während dieser Atemaussetzer sinkt der Sauerstoffgehalt im Blut, und das Gehirn weckt den Betroffenen kurz auf – meist unbemerkt. Obwohl man die ganze Nacht im Bett verbringt, ist der Schlaf zerstückelt und wenig erholsam.

Nicht jeder, der schnarcht, hat eine Schlafapnoe; die meisten Menschen mit Schlafapnoe schnarchen jedoch. Der erste Schritt bei jedem Patienten, der wegen Schnarchens zu uns kommt, ist daher die Klärung, ob eine Schlafapnoe dahintersteckt.

Welche Symptome sprechen für eine Schlafapnoe?

Die Anzeichen einer Schlafapnoe bemerken häufig zuerst Partner oder Familienangehörige. Eine Abklärung empfehlen wir bei:

  • lautem, regelmäßigem Schnarchen
  • von anderen beobachteten Atemaussetzern
  • nächtlichem Aufwachen mit Luftnot oder Erstickungsgefühl
  • häufigem nächtlichem Wasserlassen
  • morgendlichen Kopfschmerzen, Mundtrockenheit und unerholtem Aufwachen
  • ausgeprägter Tagesmüdigkeit, Einnicken in Besprechungen oder am Steuer
  • Konzentrations- und Gedächtnisproblemen oder Reizbarkeit
  • schwer einstellbarem Bluthochdruck

Ein großer Halsumfang, Übergewicht, männliches Geschlecht, die Zeit nach den Wechseljahren und Schlafapnoe in der Familie sind weitere Risikofaktoren.

Nachuntersuchung nach einer Schlafapnoe-Behandlung

Warum ist eine Schlafapnoe gefährlich?

Einfaches Schnarchen ist vor allem ein soziales Problem, das den Schlaf des Partners stört. Eine Schlafapnoe dagegen betrifft den ganzen Körper. Wiederholte Sauerstoffabfälle und Weckreaktionen in der Nacht werden mit Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfall und Insulinresistenz in Verbindung gebracht.

Die Tagesmüdigkeit mindert die Leistungsfähigkeit in Beruf und Alltag und erhöht das Risiko für Verkehrs- und Arbeitsunfälle. Bei nachgewiesener Schlafapnoe geht es bei der Behandlung also nicht nur um ruhigere Nächte, sondern um den Schutz der Gesundheit.

Diagnostik: Untersuchung, Schlaftest und Schlafendoskopie

Im Erstgespräch erfassen wir Ihre Beschwerden, Ihre Schlafgewohnheiten und eventuelle Begleiterkrankungen. Anschließend untersuchen wir die gesamten oberen Atemwege von der Nase bis zum Kehlkopf:

  1. Untersuchung der Nase: Suche nach Ursachen einer Nasenatmungsbehinderung wie Septumdeviation, vergrößerten Nasenmuscheln, Nasenklappenschwäche oder Polypen.
  2. Untersuchung von Mund und Rachen: Beurteilung der Mandelgröße, der Form von Gaumensegel und Zäpfchen sowie der Lage des Zungengrunds.
  3. Endoskopie: Mit einem dünnen Endoskop werden Nasenrachen, Rachen und Zungengrund im Wachzustand betrachtet.

Ob eine Schlafapnoe vorliegt und wie ausgeprägt sie ist, wird mit einem Schlaftest (Polysomnographie) festgestellt. Er misst die Zahl der Atemaussetzer und Atemabflachungen pro Stunde Schlaf – den Apnoe-Hypopnoe-Index (AHI). In der Regel gelten 5–15 als leichte, 15–30 als mittelgradige und 30 und mehr als schwere Schlafapnoe.

Wird eine Operation erwogen, liefert die medikamentös induzierte Schlafendoskopie (DISE) wertvolle Zusatzinformationen. Die Untersuchung im Wachzustand spiegelt nicht immer wider, was im Schlaf geschieht; die DISE zeigt, ob die Atemwege auf Höhe von Nase, Gaumen, Mandeln, Zungengrund oder Kehldeckel kollabieren und in welchem Muster.

Wenn Sie aus dem Ausland anreisen und bereits einen aktuellen Schlaflaborbefund haben, bringen Sie bitte den vollständigen Bericht mit. Die Sprechstunde ist auf Türkisch oder Englisch möglich.

Behandlung ohne Operation

Wir planen die Behandlung stufenweise. Für viele Patienten sind die ersten Schritte nicht operativ:

  • Änderungen des Lebensstils: Gewichtsabnahme, Verzicht auf Alkohol und Beruhigungsmittel am Abend, Rauchstopp und ein regelmäßiger Schlafrhythmus.
  • Lagetherapie: Bei Schnarchen oder Atemaussetzern vorwiegend in Rückenlage helfen Methoden, die die Seitenlage fördern.
  • Behandlung der Nasenatmung: medikamentöse Therapie bei allergischem Schnupfen oder Entzündungen der Nasenschleimhaut.
  • Unterkieferprotrusionsschiene: eine individuell vom Zahnarzt angefertigte Schiene, die den Unterkiefer im Schlaf leicht nach vorn verlagert und so die Atemwege erweitert. Sie ist eine Option bei leichter bis mittelgradiger Schlafapnoe.
  • CPAP-Therapie: Über eine Maske zugeführter Luftdruck hält die Atemwege offen. Sie gehört zu den wirksamsten Standardbehandlungen bei mittelgradiger bis schwerer Schlafapnoe, muss aber jede Nacht angewendet werden.

Schnarch-OP und Schlafapnoe-Operation: welche Möglichkeiten gibt es?

Eine Operation kommt in Betracht, wenn eine eindeutige anatomische Ursache der Verengung vorliegt, wenn CPAP nicht angewendet oder nicht vertragen wird oder um die CPAP-Therapie zu erleichtern. Da die Engstelle bei jedem Menschen anders liegt, wird auch die Operation individuell geplant; manchmal werden mehrere Etagen in einer Sitzung oder schrittweise behandelt.

Bereich Mögliche Eingriffe Ziel
Nase Septumplastik, Nasenmuschelverkleinerung, Stabilisierung der Nasenklappe Nasenatmung verbessern, Mundatmung verringern, CPAP erleichtern
Gaumensegel Uvulopalatopharyngoplastik (UPPP) und moderne Varianten, Radiofrequenz Gaumen und Rachenseitenwände erweitern und straffen, Vibration verringern
Mandeln Mandelentfernung (Tonsillektomie) bei Erwachsenen Verengung durch große Mandeln beseitigen
Zungengrund Radiofrequenz, Verkleinerung der Zungengrundmandel Verengung auf Höhe des Zungengrunds verringern

Operationen an der Nase

Eine Nasenoperation allein beseitigt eine Schlafapnoe nur selten, kann aber durch eine bessere Nasenatmung das Schnarchen verringern und die CPAP-Therapie angenehmer machen. Sind Sie auch mit der Form Ihrer Nase unzufrieden, lässt sich die funktionelle Korrektur mit einer Nasenkorrektur in derselben Operation verbinden.

Operationen an Gaumen und Mandeln

Moderne Gaumenoperationen setzen weniger auf das Entfernen von Gewebe als auf Techniken, die die Rachenseitenwände neu positionieren und die Muskulatur schonen. Bei Erwachsenen mit großen Mandeln kann die Mandelentfernung mit der Gaumenoperation kombiniert werden.

Operationen am Zungengrund

Zeigt die Schlafendoskopie einen Kollaps auf Höhe des Zungengrunds, können Eingriffe zur Gewebeverkleinerung in diesem Bereich geplant werden. Ob und in welchem Umfang sie nötig sind, richtet sich nach dem Untersuchungsbefund.

Heilungsverlauf nach der Operation

Die Eingriffe erfolgen in Vollnarkose im İzmir Özel Gazi Hastanesi und dauern je nach Umfang zwischen 30 Minuten und 2 Stunden. Je nach Eingriff und Schweregrad der Apnoe werden Sie am selben Tag oder nach einer Nacht im Krankenhaus entlassen; bei mittelgradiger bis schwerer Schlafapnoe empfehlen wir in der Regel eine Nacht zur Überwachung.

  • Nach Nasenoperationen fühlt sich die Nase in der ersten Woche verstopft an; die meisten Patienten sind nach etwa einer Woche wieder arbeitsfähig.
  • Nach Gaumen- oder Mandeloperationen bestehen Schluckschmerzen meist 7–14 Tage; in dieser Zeit werden weiche Kost und reichlich Flüssigkeit empfohlen.
  • Das Ergebnis wird beurteilt, wenn das Gewebe ausgeheilt ist. Bei Schlafapnoe planen wir in der Regel einige Monate später einen Kontroll-Schlaftest.

Nach der ersten persönlichen Kontrolle können Patienten aus anderen Städten oder aus dem Ausland die Nachsorge per Videosprechstunde fortsetzen.

Risiken und realistische Erwartungen

Wie jede Operation sind auch diese Eingriffe mit Risiken verbunden. Dazu gehören Nachblutungen (vor allem in den ersten zwei Wochen nach Gaumen- oder Mandeloperationen), Infektionen, vorübergehende Geschmacksveränderungen, ein Fremdkörpergefühl im Hals, selten ein Übertreten von Flüssigkeit in die Nase beim Trinken sowie Veränderungen des Stimmklangs.

Der Erfolg einer Schnarch- oder Schlafapnoe-Operation hängt davon ab, wo die Engstelle liegt, wie schwer die Apnoe ist und von persönlichen Faktoren wie dem Körpergewicht. Eine Operation kann Schnarchen und Schweregrad der Apnoe verringern, beseitigt sie aber nicht bei jedem Patienten; bei Gewichtszunahme können die Beschwerden zurückkehren. Deshalb treffen wir die Entscheidung gemeinsam auf Grundlage von Untersuchung, Schlaftest und gegebenenfalls Schlafendoskopie und besprechen alle Risiken ausführlich im Rahmen der schriftlichen Aufklärung.

Schnarchen bei Kindern

Bei Kindern sind vergrößerte Rachenmandeln (Polypen) und Gaumenmandeln die häufigste Ursache für Schnarchen und Schlafapnoe. Kinder, die regelmäßig schnarchen, mit offenem Mund schlafen, unruhig schlafen oder tagsüber Konzentrationsprobleme haben, sollten HNO-ärztlich untersucht werden. Die Behandlung unterscheidet sich von der bei Erwachsenen und richtet sich nach Alter und Befund.

Verfasst von

Op. Dr. Özlem Yüksel Coşar

Fachärztin für HNO-Heilkunde & Kopf-Hals-Chirurgie · Zuletzt aktualisiert:

Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Welche Behandlung für Sie geeignet ist, lässt sich erst nach einer Untersuchung festlegen; Ergebnisse sind individuell verschieden.

Schnarchen & Schlafapnoe: häufige Fragen

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Hat jeder, der schnarcht, eine Schlafapnoe?

Nein. Manche Menschen schnarchen, ohne dass es zu Atemaussetzern kommt. Wenn jedoch Atemaussetzer beobachtet wurden oder Tagesmüdigkeit, morgendliche Kopfschmerzen oder Bluthochdruck hinzukommen, sollte eine Schlafapnoe abgeklärt werden.

Was passiert, wenn eine Schlafapnoe unbehandelt bleibt?

Eine unbehandelte mittelgradige bis schwere Schlafapnoe ist mit Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und einem erhöhten Schlaganfallrisiko verbunden. Die Tagesmüdigkeit kann zudem die Konzentration beeinträchtigen und das Unfallrisiko im Straßenverkehr erhöhen. Deshalb sollte nach der Diagnose eine Behandlung geplant werden.

Hilft Abnehmen gegen Schnarchen?

Bei Übergewicht verringert eine Gewichtsabnahme das Schnarchen und den Schweregrad der Schlafapnoe oft deutlich. Bei manchen reicht das allein aus, bei anderen wird es mit weiteren Maßnahmen kombiniert. Auch die Erfolgsaussichten einer Operation verbessern sich durch Gewichtsabnahme.

Ich komme mit der CPAP-Maske nicht zurecht – welche Alternativen gibt es?

Zunächst prüfen wir, was die Anwendung erschwert, etwa Maskentyp, Druckeinstellung oder eine verstopfte Nase. Bei geeigneten Patienten kommen eine Unterkieferprotrusionsschiene oder eine gezielte Operation an den in der Schlafendoskopie festgestellten Engstellen in Frage.

Was ist eine medikamentös induzierte Schlafendoskopie (DISE)?

Bei der DISE werden die oberen Atemwege mit einem dünnen Endoskop in einem medikamentös herbeigeführten, schlafähnlichen Zustand untersucht. Sie zeigt, auf welcher Höhe und in welchem Muster die Atemwege kollabieren, und hilft bei einer geplanten Operation zu entscheiden, welche Bereiche behandelt werden sollten.

Wie lange sollte ich nach einer Schnarch-OP in Izmir bleiben?

Das hängt vom Eingriff ab. Nach einer Nasenoperation genügt meist etwa eine Woche; nach Gaumen- oder Mandeloperationen empfehlen wir in der Regel etwa 10–14 Tage, da das Nachblutungsrisiko in den ersten zwei Wochen am höchsten ist. Spätere Kontrollen sind per Videosprechstunde möglich.

Wie läuft eine Schnarch-OP ab und wie lange dauert sie?

Die Eingriffe erfolgen in Vollnarkose und dauern je nach Lage der Engstelle und Umfang zwischen 30 Minuten und 2 Stunden. Je nach Eingriff und Schweregrad der Apnoe werden Sie am selben Tag oder nach einer Nacht im Krankenhaus entlassen. Bei mittelgradiger bis schwerer Schlafapnoe empfehlen wir in der Regel eine Nacht zur Beobachtung.

Kann eine Gaumen-OP die Stimme oder das Schlucken verändern?

In den ersten Wochen nach einer Gaumenoperation können ein Fremdkörpergefühl im Hals und vorübergehende Geschmacksveränderungen auftreten. Selten kann beim Schlucken Flüssigkeit in die Nase gelangen oder sich der Stimmklang verändern; bei den meisten Patienten bessern sich diese Beschwerden im Laufe der Heilung. Moderne, muskelschonende Techniken zielen darauf ab, diese Risiken zu verringern.

Welcher Arzt ist für Schnarchen und Schlafapnoe zuständig?

Eine HNO-Ärztin oder ein HNO-Arzt untersucht die Strukturen der oberen Atemwege, die Schnarchen verursachen können, etwa Nase, Gaumen, Mandeln und Zungengrund, und klärt, wo die Engstelle liegt. Ob und wie ausgeprägt eine Schlafapnoe vorliegt, wird mit einem Schlaftest festgestellt. Bei Bedarf erfolgt die Behandlung in Zusammenarbeit mit Schlafmedizin, Lungenheilkunde und Zahnmedizin.

Können auch Frauen eine Schlafapnoe haben?

Ja. Schlafapnoe ist bei Männern häufiger, tritt aber auch bei Frauen auf, und das Risiko steigt nach den Wechseljahren. Bei Frauen äußert sie sich manchmal eher durch Müdigkeit, Schlafstörungen oder morgendliche Kopfschmerzen als durch lautes Schnarchen und wird daher leicht übersehen. Auch Frauen mit solchen Beschwerden sollten auf eine Schlafapnoe untersucht werden.

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